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Die
ursprüngliche Heimat der Norwegischen Waldkatze ist das
schöne Skandinavien. Dort haben sie sich über viele
Jahrzehnte hinweg an die rauen Lebensbedingungen gewöhnt.
Heiße Sommertage und klirrende Kälte im Winter - da ist ein
Wechselpelz angesagt. Im Winter umhüllt sie kuschelig warmes,
relativ langes Fell mit viel Unterwolle und wasserabweisendem
Deckhaar; das luftigere Sommerdress sorgt für angenehme
Kühlung. Warum
spricht man immer wieder von Zauber-, Feen- oder Trollkatzen?
Darüber gibt die "Edda" Auskunft. Die auf
Altisländisch verfasste Schriftensammlung aus dem 9. Jh. gilt
als wichtigste Quelle der altnordischen Mythologie. Da sollen
langhaarige Katzen den Streitwagen der schönen Göttin Freyja
gezogen haben. Will man der Legende Glauben schenken, könnten
es die Vorfahren der Norwegischen Waldkatzen sein. In
den 30er Jahren des 20. Jh. setzen sich Semilanghaar-Fans die
Erhaltung dieser natürlich entstandenden Rasse zum Ziel.
Offiziell werden die Anfänge der Zucht auf Anfang der 70er
Jahre datiert. Sie machten eine Blitzkarriere und wurden immer
beliebter. Der Winter ist eine tolle Zeit für Norweger-Fans,
denn dann kommen die üppige Halskrause, die als Knickerbocker
bezeichneten Höschen an den Hinterbeinen und der
verschwenderische Brustlatz besonders zur Geltung. Und es gibt
noch eine typische Eigenart: die Schneeschuhe. Norwegische
Waldkatzen haben unter den Pfoten lange Haarbüschel, die das
Einsinken in tiefen Pulverschnee verhindern. Aber
das Allerbeste ist, das bei den Norwegischen Waldkatzen nicht
nur die Optik stimmt, sondern auch das Wesen! Sie vereinen
ruhige Gelassenheit und ausgelassenes Spiel. Auf riesigen
Bärenpfoten (Bjornpote) wird neuem Spielzeug hinterher
gestürmt und wenn sie gut drauf sind, singen manche mit
sanftem Stimmchen. Evtl. ist es auch diese Eigenschaft, die
ihnen einst den Namen Feenkatze eingebracht hat. Unkomplizierter
könnte eine Katzenrasse wohl kaum sein. Ist etwas los, sind
sie mittendrin und voll dabei. Herrscht Ruhe, rollen sie sich
zusammen und schlummern in der Nähe der Bezugspersonen. Und
sie sind gesellig. Weshalb auf jeden zu empfehlen ist, mind. 2
Norwegische Waldkatzen zu halten. Auch eine Dreier- oder
Vierergruppe macht sich gut. Selbst die beste
Mensch-Katze-Beziehung vermag den Kontakt zu Artgenossen nicht
zu ersetzen. Oder möchten Sie sich mit Ihrer Katze
zusammenkuscheln und ihr sanft die Ohrmuschel ausschlecken?
;-) Kurzstandard: Kopf
dreieckig, Nase langes gerades Profil, ohne Stopp, Ohren
groß, spitz zulaufend, breit an der Basis, luchsartige
Haarpinsel und Haarbüschel in den Ohren, Augen groß,
oval, leicht schräg gestellt, wachsamer Ausdruck, Körper
lang, kräftig gebaut, kräftiger Knochenbau, Beine
kräftig, hochbeinig, Hinterbeine höher als Vorderbeine, Pfoten
groß, rund, in Proportion zu den Beinen, Schwanz lang,
buschig, sollte mind. bis zu den Schulterblättern reichen, Fell
halblang, wolliges Unterfell, Wasser abstoßendes Deckhaar an
Flanke und Rücken, lange Halskrause, im Dreieck
herabfallender Brustlatz und Knickerbocker an den
Hinterbeinen. Fehler sind zu kleine oder fein
gebaute Katzen, runder oder quadratischer Kopf, Ohren zu
klein, zu hoch oder zu weit plaziert, kurze dünne Beine,
kurzer Schwanz, trockenes, filziges, verklebtes oder knotiges
Fell, zu weiches oder seidiges Fell.
Quelle:
Our Cats 06/07 |